Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks - BRSO - Desktop

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 6

BR-KLASSIK CD 900195 © BR / Peter Meisel

Die letzte Einzelveröffentlichung aus der Mariss-Jansons-Edition, der Dokumentation einer großen Ära: Gustav Mahlers Symphonie Nr. 6 in einer tief bewegenden und überwältigenden Live-Aufnahme von Mai 2011 – mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung seines langjährigen Chefdirigenten Mariss Jansons.

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Gustav Mahlers sechste Symphonie ist vielleicht das düsterste Werk, das er je geschrieben hat. Das weist schon der Beiname Tragische aus. Und der Finalsatz hat fast etwas Zerstörerisches. »Aber seltsamerweise« – so Simon Rattle – »ist es auch eine sehr klassische Symphonie. Sie ist extrem, aber über weite Strecken weniger wild als anderes von ihm – obwohl sie natürlich eine zerschmetternde Botschaft vermittelt. Doch es ist hier wie bei vielen großen Werken: Es gibt immer mehrere Wege, sie zu lesen. Ich dirigiere die Sechste jetzt schon seit 40 Jahren und habe mit der Zeit gemerkt, dass sie auch Hoffnung in sich trägt.«

Mahler komponierte seine sechste Symphonie in den Sommermonaten 1903 und 1904 im Komponierhäuschen von Maiernigg bei Klagenfurt. Bei der Wiener Aufführung von 1907 (der dritten unter seiner Leitung) nannte er sie Tragische Symphonie – ein Beiname, um den sich bald Legenden rankten. Enigmatisch sind die Düsterkeit und vernichtende Ausweglosigkeit vor allem des Finales, geschrieben zu einer Zeit, als er sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht auf dem positiven Höhepunkt seines Lebens stand. Bereits seine Frau Alma konnte sich diesen Widerspruch nicht recht erklären. Die Verarbeitung und Auseinandersetzung mit dem Erlebten und den Themen Abschied vom Leben, Sinn des Daseins, Tod, Erlösung, Leben nach dem Tod und Liebe geschah bei ihm – wie stets – in der Musik und durch Musik.

Die sechste Symphonie ist mehr als andere Werke Mahlers der »klassischen« symphonischen Form verpflichtet: sie hat vier Sätze und verzichtet auf Singstimmen. Der Kopfsatz folgt, bei allen abweichenden Freiheiten, dem Formschema des Sonatenhauptsatzes; das Scherzo – besonders ungewöhnlich – weist marschartige Züge auf und wirkt wie eine perspektivisch verschobene, parodistische Paraphrase des Anfangs. Das Andante greift auf die rondoartige Liedform zurück; auch Scherzo und Finale beziehen sich auf die Rondoform. Eine große Rolle spielt der Marsch, der von der ersten Note des ersten Satzes an den Ton bestimmt.

BR-KLASSIK CD 900195

Gustav Mahler
Symphonie Nr. 6 a-Moll

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Mariss Jansons Dirigent

Gesamtspielzeit: 79'18 Minuten

  • Mahlers sechste Symphonie, die sogenannte Tragische, in einer beeindruckenden Interpretation
  • Mitschnitt der Aufführungen vom 4. – 6. Mai 2011 aus der Philharmonie im Gasteig in München
  • Es spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung seines ehemaligen, langjährigen Chefdirigenten Mariss Jansons (2003 – 2019)
  • Letzte Einzelveröffentlichung aus der großen Mariss Jansons-Edition (BR-KLASSIK 900200)