Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks - BRSO

NotenTexte | Mozarts Spiele in Wort und Musik. Ein musikalisch-literarischer Abend

Samstag
12
Februar 2022
19.00 Uhr
München, Schloss Blutenburg, Jella-Lepman-Saal
Kammerkonzert

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart
Divertimento Es-Dur, KV 563

Mitwirkende

Celina Bäumer Violine
Christiane Hörr-Kalmer Viola
Katharina Jäckle Violoncello
Stefan Wilkening Sprecher
Antonio Pellegrino Moderation & Konzeption

Informationen zum Programm

Für seinen Freund und Logenbruder Michael Puchberg, der ihn schon mehrfach finanziell unterstützt hatte, komponierte Mozart das Divertimento für Violine, Viola und Violoncello in Es-Dur mit der Köchelverzeichnisnummer 563. Er vollendete das sechssätzige Werk – eine seiner umfangreichsten Kammermusiken – am 27. September 1788 in Wien. Es zählt also schon zu seinem »Spätwerk« und ist im Anschluss an die drei letzten großen Symphonien entstanden. Diesen steht es, obwohl Mozart es »nur« als Divertimento bezeichnete, in seiner Kompositionskunst in nichts nach. Vermutlich fand die Uraufführung in Wien im privaten Kreise bei Puchberg statt, in seinen Briefen erwähnt Mozart aber auch, dass er das Streichtrio am Dresdner Hof aufführte, das »so ganz hörbar executiert« wurde. Immerhin wurde ihm eine »schene Dose« geschenkt. Die Schriftstellerin Annette Kolb schrieb in ihrer Mozart-Biographie: Mit diesem Divertimento »erhebt er sich weit über die Miseren seines Lebens, vergisst sie allesamt, träumt und frohlockt«.

Der Münchner Schauspieler Stefan Wilkening trägt dazu unter dem Titel »Hier bin ich gern« eine Biografie in Briefen vor. Von Jugend an verfasste Mozart zahlreiche Briefe, auch als Erwachsener behält Mozart diese Qualitäten bei. Seine umfangreiche Korrespondenz mit seinem Vater Leopold, seiner Frau Constanze, seiner Schwester oder seiner Base Maria Anna Thekla und mit hohen Würdenträger gibt Zeugnis von seiner außerordentlichen Beobachtungsgabe, seinen virtuosen und spielerischen, unbefangenen Umgang mit der Sprache. Mozart hat nicht nur das Bedürfnis, sich mitzuteilen, durch seine unmittelbaren Schilderungen will er die Adressaten der Briefe an seinem Leben teilhaben lassen. Deswegen kann man seine Briefe auch als eine Art Autobiografie bezeichnen. Sein amüsanter Schreibstil ähnelt viel mehr einem unaufhörlichen, rhythmischen Parlando, das wie ein Sirenengesang die Leser in seinen Bann zieht. Bis heute.

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